Der Bereich Human Resources im Sennhof

Das HR-Team im Sennhof: Silvia Wyssmann, Patrick Bichsel und Edona Osmanaj
Das HR-Team im Sennhof: Silvia Wyssmann, Patrick Bichsel und Edona Osmanaj

Seit 10 Jahren ist Patrick Bichsel als Personalverantwortlicher im Sennhof tätig. Neben Silvia Wyssmann, welche mit 20 Stellenprozent für den Human Resources–Bereich tätig ist, konnten wir per 1. Juli 2020 Edona Osmanaj mit 70 Stellenprozent als Fachfrau Human Resources gewinnen. Ein Gespräch mit Patrick Bichsel zu den grossen Veränderungen im Personalwesen in den letzten 10 Jahren.

Sie sind seit 10 Jahren im Sennhof tätig. Wie hat sich Ihr Aufgabengebiet in dieser Zeit als Personalverantwortlicher (Human Resources) bis heute entwickelt?
Zu Beginn hat mich die „Personalarbeit“ nicht voll ausgelastet. Bei relativ wenigen Austritten war die Fluktuation tief und viele Personalprozesse liefen noch dezentral. Als Leiter Verwaltung standen jedoch noch diverse andere Aufgaben an. Unter anderem die Projekte „Aufbau neue Informatik-Infrastruktur“ sowie „Einführung neues Planungs- und Zeiterfassungstool Polypoint PEP“.
Es war mir von Anfang an ein wichtiges Anliegen, Personalprozesse wo sinnvoll zu zentralisieren und für die administrative Abwicklung von der Rekrutierung bis zum Austritt standardisierte Abläufe, Checklisten und Führungsinstrumente zu etablieren. Dies nicht nur, um eine möglichst hohe Qualität und Quantität innerhalb des „Personaldienst“ zu erreichen, sondern auch um eine möglichst effiziente und effektive interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Führungskräften aller Bereiche sicherzustellen.
Der Sennhof hat in den letzten 10 Jahren in vielerlei Hinsicht enorme Entwicklungsschritte gemacht, welche auch direkten Einfluss auf die Personalarbeit hatten und haben. Von ehemals 5 Lernenden beschäftigen wir heute über 25. Die Fluktuation stieg von 4% (2011) auf 16% (2019) und die Langzeitabwesenheiten haben zugenommen. Wir verzeichneten im letzten Jahr 56 Eintritte und 48 Austritte. Die Vollzeitstellen sind von 100 auf 140 und der Personalbestand von 150 auf 197 Mitarbeitende erhöht worden (Stand Juni 2020), Tendenz steigend…….
Um diesen Erweiterungen und entsprechend erhöhten Anforderungen gerecht zu werden, haben wir im letzten Jahr „umstrukturiert“. Es wurde ein eigener Bereich „Human Resources“ geschaffen und vom Bereich Verwaltung getrennt.

Warum benötigten Sie eine Verstärkung durch eine HR-Fachfrau?
Pro 100 Mitarbeitende braucht es rund 1.00 Vollzeitstellen im Human Resources. Die Erbringung von Dienstleistungen wie auch die Anforderungen an das fachliche Wissen steigen stetig und im Gesundheitswesen gibt es viel „Bewegung“. Silvia Wyssmann (Verwaltung) hat bereits im Rahmen der Umstrukturierung ihren Beschäftigungsgrad erhöht, absolviert die Weiterbildung zur Personalsachbearbeiterin und ist mit 0.20 Stellen für Human Resources tätig.
Per 1. Juni 2020 konnten wir Edona Osmanaj, Fachfrau Human Resources, gewinnen. Sie ist mit 0.70 Stellen tätig, verfügt über 6 Jahre HR-Berufserfahrung aus einem Spital und ist mit unserer „Branche“ bestens vertraut. Somit verfügen wir im HR aktuell über rund 1.60 Stellen und sind für die nächste Zukunft gut gerüstet.

Welche Dienstleistung liegt Ihnen gegenüber den Mitarbeitenden besonders am Herzen?
Als höchste Priorität natürlich die korrekte und pünktliche Lohnabrechnung inklusive entsprechende Abwicklung sämtlicher Sozialversicherungen.Sehr wichtig erachte ich auch die Förderung unseres „betrieblichen Gesundheitsmanagement“ mit dem Ziel zur Steigerung der Mitarbeitergesundheit und entsprechend auch Leistungsfähigkeit, was folglich auch zur Reduktion von Fehlzeiten führt.
Unter dem Leitsatz „Beratung und Unterstützung in sämtlichen Personalfachfragen von der Rekrutierung bis zum Austritt“ versuche ich, alle Fragestellungen fachgerecht und zeitnah sowie nach den richtigen Prioritäten zu behandeln, was mir in letzter Zeit nicht immer gelungen ist. Durch die Verstärkung im HR werden wir dies schon bald wieder sicherstellen können.

Welche Projekte stehen an?
Momentan hauptsächlich Informatik-Projekte. Die Entwicklung/Erweiterung im Sennhof hat auch massiven Einfluss auf die Arbeitsplätze/Informatikstruktur.
Leider müssen wir unser ERP-System (Enterprise Resource Planning), welches wir erst seit 2016 im Einsatz haben, wieder ablösen. SAGE Schweiz hat die Entwicklung ihrer Software für das Gesundheitswesen eingestellt. Somit sind wir gezwungen, neue Lösungen (Pflegedokumentation, Bewohneradministration/-fakturierung, Finanzen, Personal- und Lohnadministration) zu evaluieren und per 01.01.2021 einzuführen.
Wir sind (trotz COVID-19) gut unterwegs, konnten uns für neue Lösungen entscheiden und werden in Kürze mit den wichtigen Einführungsprojekten starten. Eine grosse Herausforderung stellt die geforderte Einzelmedikamentenverrechnung (wir haben eine eigene interne Apotheke) sowie die Einführung von mobilen Geräten (WLAN) für die Erfassung von Pflegeleistungen dar. Im Neubau Diamant sind wir diesbezüglich gut gerüstet. Im Ehrwürdigen, alten und verwinkelten Sennhof-Gebäude sind wir jedoch gefordert, bis spätestens Ende 2020 ein flächendeckendes WLAN (rund 50 Access Points) aufzubauen und einzurichten.

Was zeichnet für Sie persönlich der Sennhof als Arbeitgeber aus?
Sichere Branche, zukunftsorientiert, gefordert und gefördert werden, unsere erarbeitete Teamkultur, interdisziplinäre Zusammenarbeit, grosser Gestaltungsfreiraum, Wertschätzung in Form von regelmässigen Überraschungsgeschenken (fringe benefits) an alle Mitarbeitenden.

„Langweiligkeit“ und „Routine“ waren/sind für mich Fremdwörter und das wird wohl bis zu meiner Pensionierung so bleiben. Gut so, denn Abwechslung und etwas Druck spornt an und belebt den Geist. „Veränderung ist die einzige Konstante“. Dies im positiven Sinne. Wer sich nicht verändert, bleibt stehen und was heute richtig ist, kann morgen schon wieder falsch sein.

 

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