Erlebnisreiche Einführungswoche im Sennhof

Neun energiegeladene junge Lernende haben im August die Ausbildung im Pflegeheim Sennhof Vordemwald im Rahmen einer abwechslungsreichen Einführungswoche gestartet. Bereits traditionell sind die zwei Übernachtungen in einem Naturfreundehaus im Jura und ein Besuch der Sternwarte Schafmatt.

Sieben Lernende aus dem Bereich Pflege und Betreuung, ein Kochlehrling und ein zukünftiger Fachmann Betriebsunterhalt waren in der ersten Woche im neuen Lebensabschnitt gefordert. Unter der Leitung der Berufsbildnerin Judith Furter wurden sie in die Welt des Pflegeheims eingeführt und lernten anhand eines Postenlaufes die verschiedenen Bereiche kennen. Die Lernenden selber stellten sich mit kreativ gestalteten Plakaten, welche den Eingangsbereich schmückten, den Bewohnenden, Gästen und den Mitarbeitenden vor. Fragen der Hygiene, Organisatorisches und erste Anwendungen von Pflegeheim-spezifischen Computer-Programmen standen auf dem Programm, bevor dann mit Sack und Pack die Reise in den Jura in Angriff genommen wurde.

Verantwortung übernehmen
Gleich zu Beginn mussten sich die Lernenden organisieren und Verantwortung übernehmen, indem sie den Ämtliplan sowie die Regeln für die Zeit im Jura erarbeiten mussten. Ein grosser Stellenwert nahm auch die im Sennhof wichtige Teamkultur ein. Diese bildet die wichtigsten Werte und Verhaltensnormen ab, welche mit dem Heimleiter Urs Schenker besprochen und diskutiert wurden. Mit einem Rollenspiel wurden sie in die Thematik der Demenz spielerisch eingeführt. Der eindrückliche Schweizerfilm «Nebelgrind» widmete sich dieser Thematik, was anschliessend zu intensiven tiefgründigen Diskussionen führte.
Mit den beiden Seelsorgern vom Sennhof Margrit Muoth und Ruedi Schmid wurde die neue, eindrückliche Klinik Barmelweid besichtigt. Zur Einführung in die Thematik Leben und Sterben gehört auch die Bedeutung der Spiritualität, welche gerade am Ende des Lebens an Bedeutung zunehmen kann. Nach dem durch die Lernenden organisierten Nachtessen führte der Film über die todkranke Wenke nochmals vertieft in diese im Sennhof tägliche Thematik ein. Der Blick in die Sterne war witterungsbedingt nicht möglich, trotzdem war der Besuch bei der Sternwarte Schafmatt eindrücklich, Bilder in die Unendlichkeit führten zu Nachdenklichkeit der eigenen Endlichkeit.
Im Sennhof zurückgekommen und nach der obligaten Auffrischung waren am Nachmittag spannende Gespräche mit Bewohnenden über ihren damaligen Berufsalltag angesagt. Der „Sommerabend“ mit Musik und Tanz rundete den Tag ab. Zu einer Wochenrückschau waren am Freitagnachmittag alle Eltern der Lernenden, Freunde und Mitarbeitende eingeladen. Alle waren beeindruckt, was von den Lernenden in der ersten Woche geleistet wurde und mit welchen Themen sie sich auseinandergesetzt haben. Gerüstet für den ersten „Arbeitstag“, aber müde von der Einführungswoche, verabschiedeten sich dann die Lernenden ins Wochenende.

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