Ferienwoche Sennhof in Hallau auf dem Berghof

Es ist warm in Hallau. Und doch scheint dies den mitgereisten Seniorinnen und Senioren des Sennhofs Vordemwald trotz Jahrgängen zwischen 1926 und 1962 nichts anzuhaben. Ganz im Gegenteil, viel mehr ist diese Woche für sie ein Abenteuer. Die Stimmung ist freundschaftlich, fast schon familiär. Zivilschützer, Bewohnende und Pflege-Team sitzen bunt durchmischt beieinander, erzählen sich Geschichten, spielen miteinander und unterstützen sich gegenseitig. Die 15 Bewohner, die mitgekommen sind, freuen sich sehr über diese Abwechslung.

Dabei gibt es ein strenges Programm, das alle zusammen absolvieren. Angereist mit vier Zivilschutzbussen, einem Rollstuhlbus und einem Fahrzeug mit Material, unternehmen die 12 Zivilschützer (zwei davon Küchenmannschaft, die während der ganzen Woche für das Essen zuständig waren) und 5 Personen vom Sennhof (zwei Personen von der Aktivierung und zwei Fachmänner Gesundheit) mit den 15 Bewohnerinnen und Bewohnern täglich einen Ausflug. Dies reicht von einem Spaziergang im Plättli Zoo in Frauenfeld, über eine Schiffsrundfahrt auf dem Rhein, einer Besichtigung der Rebberge von Hallau mit dem Rebbummler bis hin zu einem Ausflug an den Rheinfall.
Eine logistische Herausforderung: Vier Rollstühle sind bei jedem Ausflug dabei, der ganze Aufenthalt muss behindertengerecht sein, man muss immer auf Höhe und Hitze achten und Umgebungsfaktoren einbeziehen. «Ohne die Unterstützung des Zivilschutzes könnten wir unseren Bewohnerinnen und Bewohnern diese Abwechslung nicht bieten. Das Lachen und die Begeisterung aller Teilnehmenden macht die logistischen Herausforderungen aber schnell vergessen», freut sich Regina Friedli vom Aktivierungsteam. «Wir achten aber immer darauf, dass jemand, der noch nie dabei war, Vorrang hat, sofern sie oder er mitkommen möchte und es von der Ausgangslage her möglich ist.»

Dieses Mal sei es ein besonders eingespieltes Team und die Findungsphase, die eine solche Woche in der Regel mit sich bringt, sei praktisch übersprungen worden. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass dieselben Zivilschützer bereits im Vorjahr einen einwöchigen WK im Sennhof absolviert hatten und so einige Bewohnende und Pflege- und Betreuungsaufgaben bereits kennen. Ohnehin ist die Zusammenarbeit zwischen Sennhof und Zivilschutz mittlerweile gut eingespielt, bereits seit 2012 arbeiten die beiden Organisationen zusammen.
Zugführer Kenan Imer, der den Einsatz seitens Zivilschutzes leitet: «Wir können hier sehr viel Unterstützung bieten. Das beginnt beim Abholen der Bewohnerinnen und Bewohner aus ihren Zimmern am Morgen, über die Unterstützung in der Pflege und Betreuung, bis hin zu den Gesprächen und der Gesellschaft für die Senioren. Insbesondre können wir aber auch bezüglich Logistik eine grosse Entlastung bieten. Dies bietet den Vorteil, dass das Sennhof-Personal mehr Zeit für die Teilnehmenden hat. Auch von unserer Seite ist praktisch immer jemand für die Bewohnenden da. Wir beteiligen uns auch an der Nachtwache zusammen mit dem Sennhof.» Ein besonderer Bonus: Der Neue Zugführer Christof Rötheli ist Zivilschützer und macht zugleich die Nachholbildung zum Fachmann Gesundheit und kennt so die Ausgangslage aller Seiten.

Die Hauptverantwortung in der Pflege und Betretung lag in diesem Jahr bei Daniel Bader, Fachmann Gesundheit: «In erster Linie ist es für mich am wichtigsten, dass die Sicherheit und das Wohlergehen der Bewohnerinnen und Bewohner in jeder Situation gewährleistet wird. Man muss immer darauf achten, dass die Bewohnerinnen und Bewohner ihre täglichen Mahlzeiten in dem gewohnten Tagesablauf zu sich nehmen können, so wie auch die Medikamente. Am Ende der Ferienwoche ist es mir ein Anliegen, die Feriengäste gesund und munter nach Hause zu bringen.»

Der Heimleiter Urs Schenker vom Sennhof und der Leiter vom Zivilschutz Region Zofingen Heinz Häfliger freuen sich, dass die Ferienwochen weitergeführt werden. «Das hat sich super eingespielt. Mittlerweile sind sowohl seitens Sennhof als auch Zivilschutz fast immer Personen dabei, die schon in einem der Vorjahre mitgewirkt haben und entsprechend keine Einführung mehr benötigen», sagt Häfliger. Für das nächste Jahr wurde schon eine neue Lokation in Hölstein Basel-Land gefunden.

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