Nach 35 Jahren Sennhof: tolles Finale für Margrit Loosli

Gut über 150 "Fans", wie Heimleiter Urs Schenker die grosse Gästeschar bezeichnete, hatten sich im Schloss-Café zur Abschiedsfeier eingefunden. Eine Überraschung war die vorgetragene Laudatio durch den bekannten Berner Kabarettisten Christoph Simon (Salzburger Stier, Cornichon-Preis 2018). Ein Filmteam von "10 vor 10", das eine kleine Reportage über Christoph Simon drehte, war zufällig am gleichen Tag im Sennhof. Für eine umfassende Würdigung des Wirkens von Margrit Loosli könne er über eine Stunde Anekdoten zum Besten geben, so Heimleiter Urs Schenker. Margrit Loosli hat durch ihren beherzten und weit über die Erwartungen hinausgehenden Einsatz auch in der Freizeit, oft mit der Unterstützung ihres Lebenspartners, unendlich vielen Menschen Freude bereitet oder in vielen Situationen auch Trost gespendet. Dank ihrer Offenheit war Neues möglich, so wie zum Beispiel die in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfindenden Sommerabende. Gehaltvoll und schön waren stets die von ihr organisierten Heiligabende oder Silvester-Partys mit den legendären Lotto-Spielen.
Angefangen hatte Margrit Loosli als Schwesternhilfe auf der Nachtwache, übernahm zeitweise Tagesdienste, bis sie schlussendlich das Schloss-Café als Wirtin übernahm. Die mutige und auch aus heutiger Sicht immer noch richtige Umwandlung vom Betrieb mit Freiwilligen zu einem professionellen Nebenbetrieb hat sich mehr als bewährt. Als Andenken übergab der Heimleiter Margrit Loosli im Namen des Pflegeheims ein Kunstobjekt mit doppelten Herzen. Dieses besteht zurzeit noch aus Wachs, kann aber bald einmal bei einem Künstler in Bronze gegossen werden.
Nach der offiziellen Würdigung war Unterhaltung vom Feinsten angesagt! Zuerst sorgten das Trio "Fiinstoub" für "lüpfige" Unterhaltung, anschliessend die schon fast zum Sennhof gehörenden "Schleipfenschliifer". Bei feinem Apéro aus der Sennhof-Küche zog sich die Abschiedsfeier in die Nacht hinein.

Nicole Meier, Sennhof

Aus der spontanen Rede von Kabarettist Christoph Simon:
"Für Margrit Loosli sei es kein einfacher Tag, ist mir erzählt worden. Sie wird den Sennhof vermissen. Das Wichtigste sei ihr immer gewesen, dass es die Bewohner gut haben. Dafür habe sie gekämpft wie ein Löwe. Den Sennhof verlässt sie nach 35 Jahren, und die nächsten 35 Jahre werden weiter gefüllt sein mit Tanz und Musik und tiefen und herzliche Begegnungen mit anderen Menschen.
Margrit Loosli - Alles Gute für die Zukunft!"

Martin Zimmerli hat zum Abschied einige Zeilen im Stil der Limmericks für Margrit Loosli verfasst und vorgetragen:

Da gibt’s eine Dame in Küngoldingen
Die schuftet besser, wenn man tut singen.
Doch jetzt muss sie gehen
Ich sag auf Wiedersehen- und
will deshalb ein Gschenkli überbringen.

Be ihre gitt's so mängs Juhee
Was die alles macht, das muesch gseh:
Cha tanze, serviere
Und pointiert parliere
Als Tätschmeistere im Café.

Jo Gritli, mer müend dee la ga
Zäme mit em Peter, dim Ma
Nimm’s ned allzu schwär,
Di Name gett’s här:
Drum Loosli, jetz muesch eifach loslaa.

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