Urchiges Winteressen als Dank für Freiwilligenarbeit

Das traditionelle Winteressen, zu dem der Sennhof seine freiwillig Tätigen jeweils einlädt, stand diesen Januar unter dem Motto «Urchig». Urchig bedeutet «urwüchsig», «echt» – und echt gut war eigentlich alles an diesem Abend!
Echt war das Dankeschön von Hektor Luder, der die Freiwilligen für ihre Arbeit im Dienste des Sennhofs im Namen des Verwaltungs- und des Stiftungsrates lobte. Und echt urchig waren die Schwyzerörgeli-Fründe Ramsflueh aus Erlinsbach, die mit einem ungeheuer reichhaltigen Repertoire die Gäste vom Apéro bis zum Kafi Schnaps musikalisch unterhielten.
Apropos Apéro: Urchig mit Züpfe und Speckzüpfe begann der Abend im von Ursi Lang urchig schön gestalteten Gemeindesaal. Und echt der Hammer war nicht nur der Hamme, sondern alles, was die Sennhof-Küche mit ihrem Bauernbüffet auf den Tisch zauberte – bis hin zur leckeren Tarte Tatin mit Vanilleglace. Der Dank für das Gebotene von Heimleiter Urs Schenker an das Küchen- und das Service-Team unter Leitung von This Stampfli war echt – und wurde von den Anwesenden unterstrichen durch den Andrang am Büffet. Und wenn sich einige überessen haben – unwohl war es ihnen nach diesem guten Essen bestimmt nicht!
Essen gab es auch für die 14 Ramsflueh-Schwyzerörgeli-Fründinnen und -Fründe. Während ihrer Pause kam das Kinderjodelchörli Vordemwald auf die Bühne. Echt herzerfrischend, was die Mädchen unter Leitung von Evi Graber und Helene Wagner darboten! Am Anfang der öffentlichen Auftritte stand eine Darbietung vor vier Jahren im Sennhof, als zwei der Mädchen ihrem Grosi zum Geburtstag singen wollten. Seither standen sie schon oft vor Publikum. Am Winteressen gab es jedoch eine Premiere: Adina Wullschleger sang erstmals öffentlich solo ein Jodellied, unterstützt von Evi Graber als zweiter Stimme. Der riesige Applaus möge sie beflügeln, es nicht bei diesem einen Mal beruhen zu lassen!
Und dann noch eine zweite Premiere: Eine Live-Schaltung nach Australien: Urs Schenker verband uns Freiwillige via Telefon und Lautsprecher mit Astrid Bär, der Leiterin der Freiwilligenarbeit. Astrid war in Australien unterwegs und nun bei uns zugeschaltet – wir nach dem Nachtessen, sie vor dem Zmorge. Im Interview mit Urs Schenker über das vergangene Jahr und den Ausblick in die Zukunft betonte Astrid Bär das echte gegenseitige Vertrauen zwischen Sennhof-Leitung und dem Personal einerseits und den Freiwilligen andererseits. Das Resultat sei eine echte Zusammenarbeit, die viel Freude mache. Den Blumenstrauss, der nicht durch die Telefonleitung nach Australien passte, gab sie weiter an Lisbeth Bolliger, Präsidentin des Sennhof-Vereins. Diese dankte ebenfalls den Freiwilligen für alles, was sie für den Sennhof und seine Bewohnerinnen und Bewohner tun und sie gab die Blumen symbolisch weiter an Heimleiter Urs Schenker. Ein Heimleiter muss Management, Planung und Personalführung beherrschen. Diese Kriterien erfülle Urs Schenker. Was sie, Lisbeth Bolliger, an ihm aber vor allem anderen schätze, sei, dass er «das Herz am rechten Fleck hat».
Und weil es noch viele gibt, die das Herz am selben Fleck wie Urs haben, gibt es solch echte – oder anders gesagt «urchige» – Winteressen.

Bruno Schärer (freiwilliger Fahrer)

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